Archive for April, 2012

April 27th, 2012

Ausstellungstipp: „Fashioning fashion. Europäische Moden 1700 – 1915“

Wer in Berlin wohnt oder hier gut hinkommt, darf sich über eine interessante Ausstellung zum Thema Europäische Moden von 1700 bis 1915 freuen. Ab heute (27. April) bis zum 29. Juli kann man im Deutschen Historischen Museum Berlin eine tolle Sammlung von historischer Damen-, Herren- und Kindermode sowie wunderbarer Accessoires aus über zwei Jahrhunderten bewundern. Also konkret Mode vom Zeitalter der Aufklärung bis zum ersten Weltkrieg. Eine wirklich lange Spanne, in der sich einiges getan hat und die überaus spannend ist.

Inszeniert wird das Ganze vom belgischen Szenograph und Künstler Bob Verhelst. Man wird in der Ausstellung sowohl auf schicke Mode des Bürgertums als auch des Adels treffen. Wirklich erstklassig gearbeitet Roben, prachtvolle Kleider und schicke Herrenanzüge gibt es genauso zu bewundern wie zum Beispiel den Turban des Designers Paul Poiret. Wirklich sehenswert also!

Die Stücke stammen übrigens aus dem Los Angeles County Museum of Art und haben so einen langen Weg um Welt auf sich genommen, um von uns entdeckt zu werden. Sie sind exklusiv in Berlin zu bewundern. Nur in Paris hat man auch das Glück auf sie zu treffen. Nach langem Warten sind sie also nun endlich auch in der deutschen Hauptstadt angekommen! Wen es interessiert, was Mann und Frau damals so trugen und das gern aus nächster Nähe bestaunen möchte, der sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Mit vielen interessanten Vorträgen und Filmen zu historischen Kostümen wird unter anderem im Zeughaus ein perfektes Rahmenprogramm zu verschiedenen Themen geboten. Der Eintritt in die Ausstellung kostet übrigens 8€, ermäßigt 4€ und alle unter 18 zahlen nichts. Hingehen!

April 25th, 2012

Fast vergessen und doch noch am Leben

Gestern Abend habe ich etwas getan, das ich schon echt seit Jahren nicht mehr getan habe: ich habe mir Musikvideos im Fernsehen angesehen! Irgendwie hatte ich eigentlich das Gefühl, dass es so etwas so gut wie gar nicht mehr gibt. Doch erstaunt stellte ich fest, dass große und kleine Künstler immer noch Videos zur ihren veröffentlichten Singles drehen. Ein bisschen fühlte ich mich wie in den 90er Jahren, als Videoclips voll in Mode waren und einen regelrechten Hype erlebten. Allerdings merkte man deutlich, dass die Qualität im Vergleich zu damals doch ziemlich nachgelassen hat. Alles wirkt eher billig produziert und ich frage mich, wie viele Leute eigentlich heutzutage noch Musikvideos ansehen. Ein bisschen cool fand ich es trotzdem irgendwie mal wieder, nicht nur die Musik allein zu hören, sondern einen kleinen Film dazu zu haben, der eine – mehr oder weniger – spannende eigene Geschichte erzählt.

Wo das Musikvideo seine Anfänge hat, kann man eigentlich kaum sagen. Schon vor über 100 Jahren wurden in amerikanischen Theatern Lieder inszeniert, die sog. Sound Slides, und kleine Werbefilme zu ihren Musikstücken drehten auch die Beatles in den 60ern, zum Beispiel für Songs wie „Paperback Writer“ oder „Penny Lane“. Aber auch Queen brachte Promovideos heraus und so wird oft „Bohemian Rhapsody“ als erstes „echtes“ Musikvideo betrachtet. Auch andere Künstler streiten sich um den Rang.

Wie dem auch sei, die ersten Videos waren doch noch recht unterschiedlich zu dem, was so in der Hochperiode gezeigt wurde. In den 80ern wurden sie vor allem eingesetzt, um potentielle Käufer für Platten zu gewinnen und neu entstandene Genres wie Punk und Elektropop zu unterstützen. Unvergessen bleibt Michael Jacksons Video zu „Thriller“ von 1982, das ganze fünfzehn Minuten lang war und viele Spezialeffekte einsetzte. Mit MTV und später auch VIVA waren Videoclips dann einer wirklich breiten Masse bekannt und wenn ich dran denke, wie viele Stunden man nachmittags nach der Schule vor der Klotze verbrachte und mit Freunden die neuesten Videos von Madonna oder Britney Spears diskutierte. Schön war’s.

Jedoch gab es 2002 eine Krise in der Musikvideoindustire, das Buget war knapp und raus kommt eben das, was ich mir gestern angesehen habe. Keine Glanzleistungen, aber ich glaube, ich werde mir das in naher Zukunft noch einmal gönnen.

April 23rd, 2012

Leute, lest mal wieder!

Das sage ich nicht nur, weil heute der Welttag des Buches ist. Laut einer aktuellen Umfrage greifen ein Viertel der Deutschen nie zum Buch und etwas über 30% lesen eher selten oder vielleicht alle zwei Wochen einmal. Seid ihr auch solche Lesemuffel? Also früher war ich ganz klar einer. Bis ich mal, abseits der Schule, ein Buch in der Hand hatte und in die Gedanken eines Autors, in eine geheimnisvolle Welt abtauschte, da musste man schon seeeehr seeeeehr lange darauf warten. Erst in den letzten fünf Jahren bin ich zur absoluten Leseratte geworden. Damit gehöre ich zu den etwa 8% der Deutschen, die täglich lesen.

Den Welttag des Buches als Anlass zu nehmen, mal etwas mehr zu lesen, wäre doch ein perfekter Anfang. Seit 1995 gibt es übrigens schon diesen von der UNESCO ins Leben gerufenen Tag. Warum aber gerade der 23. April? Das Ganze geht auf eine katalanische Tradition zurück, genauer gesagt auf den heiligen Georg, der am heutigen Tag in Katalonien seinen Namenstag feiert. Und da man traditionell an diesem Tag Rosen und Bücher verschenkt, lag es nahe, ihn als Weltbuchtag auszuerkoren. Des Weiteren häufen sich heute einige Geburts- und Todestage von berühmten Schriftstellern. Darunter William Shakespeare (wird so zumindest vermutet, sicher ist man sich ja nicht), de Cervantes und außerdem ein isländischer Nobelpreisträger für Literatur und ein katalanischer Schriftsteller.

Also wer nicht liest, hat wirklich etwas verpasst, muss ich sagen. Filme anzuschauen ist schön und gut, aber ich habe zum Beispiel echt noch nie ein Buch gelesen und dieses schlechter als den dazugehörigen Film gefunden. Bücher erzählen einfach anders. Bücher erzählen einem mehr und regen die Fantasie einfach besser an. Habe ich ein Buch zum Film gelesen, dann finde ich den Film oft recht oberflächlich. Deshalb: Lesen nicht vergessen!

Bildquellen: flickr.com

April 20th, 2012

Eine Doppelhochzeit soll es werden!

Seit kurzem brodelt es ja ganz gewaltig in der Gerüchteküche: an nur wenigen dürfte es vorbeigegangen sein, dass die Hollywoodstars Angelina Jolie und Brad Pitt demnächst heiraten wollen. Jetzt soll auch wirklich ein Termin feststehen – angeblich sollen sich beide am 11. August , also in knapp vier Monaten, das Ja-Wort geben. Es steht also DAS Medienereignis des Jahres bevor und wir alle dürfen uns darauf freuen und darauf gespannt sein, was Angelina und Brat klamottentechnisch zu bieten haben werden.

Quelle: Flickr

Dass es aber sogar eine Doppelhochzeit werden soll, ist neu. Pitts Eltern feiern an besagtem Tag ihren 50. Hochzeitstag und wollen angeblich das Ja-Wort mit einer erneuten Hochzeit ausfrischen. Somit ist das für Brangelina wirklich die perfekte Gelegenheit ihre jahrelange Partnerschaft und die vielen Kinder mit einem Ehebund zu besiegeln. Trauzeugen sollen zwei ihrer Kinder, und zwar die Adoptivkinder Zahara aus Äthiopien und Maddox aus Kambodscha werden und der Bund für Leben soll in der Provence, in einer kleinen Kapelle, stattfinden.

Ob an den Gerüchten wirklich etwas dran ist, bleibt abzuwarten. Das Management hat aber bestätigt, dass Angelina von Ihrem Brat einen Diamantring bekommen hat, der ganze 190000 $ gekostet haben soll und somit auch die Verlobung bestätigt.

April 18th, 2012

Formeln über Formeln – Ist Schönheit messbar?

Den Body Mass Index, kurz BMI, und den Intelligenzquotient, kurz IQ, kennen wir ja alle. Der eine besagt, wie gesund unser Gewicht im Verhältnis zur Größe ist und ob man eher untergewichtig ist, das perfekte Gewicht hat oder mal wieder etwas abspecken sollte. Und der andere misst eben unsere Intelligenz. Alles recht nachvollziehbar, auch wenn man sicher nicht immer darauf vertrauen kann. Es gibt aber noch mehr solcher tollen Indexe und Quotienten. Zuletzt hörte ich doch tatsächlich von dem sog. Beauty Quotient (BQ), ein Messwert für Schönheit. Soll man also tatsächlich damit ermitteln können, wie schön man ist? Muss man das nicht mehr für sich selbst und andere ganz subjektiv entscheiden?

Quelle: Flickr

Klingt ja im ersten Moment seltsam und spannend zugleich und fast jeder möchte wohl gern wissen, ob es sinnvoll wäre doch noch eine Schicht Make-Up mehr aufs Gesicht zu klatschen oder ob man natürlich herumlaufen kann. Aber welche Faktoren spielen hier eigentlich eine Rolle? Was entscheidet nun, ob ich schön oder hässlich bin? Alles ist eine Frage der Silhouette der eigenen Figur und des Gesichts. Alles muss vermessen und in ein Verhältnis gesetzt werden. Entscheidender als Gewicht und Größe sind bei der Berechnung des BQ die Proportionen! Viele Testpersonen mussten sich dafür unzählige Bilder von Frauen ansehen und diese nach Attraktivität mit Noten von 1 (hässlich) bis 7 (tolle Figur) bewerten. Anschließend wurden diese Körper vermessen und irgendwie kam dann dieser BQ heraus.

Die Schönheitsformel, die ausschließlich für die weibliche Figur erstellt wurde, soll etwa so aussehen wie die Berechnung des IQ. 100 Punkte ist Durchschnitt, was darunter liegt, gilt als weniger attraktiv und erreicht man Werte darüber, dann wird man als besonders schön angesehen.

Ist ja alles sehr schön, aber am Ende kommt es wohl noch auf ein paar andere Dinge an, die dafür sorgen, dass eine Person als attraktiv angesehen wird oder nicht. Vieles kann die Formel nicht erfassen und so hilft es auch einfach öfter mal zu lächeln und schon kommt man deutlich attraktiver herüber.

April 16th, 2012

Natürlich – praktisch – gut

Bast ist in der Modebranche schon lange kein Fremdwort mehr. Schließlich haben Taschen aus diesem natürlichen Material – selbstverständlich vor allem in Luxusausführungen – bereits die internationalen Laufstege  erobert. Auf dem Runway in New York zum Beispiel zeigten verschiedene Stardesigner, darunter Michael Kors und Dolce & Gabbana, die unterschiedlichsten Taschenmodelle aus Bast. Dabei wurde der Bast meist als Grundlage für die Taschen verwendet und mit anderen Materialien wie Leder oder hübschen Applikationen und tollen Schnallen ein perfektes Ganzes geschaffen.
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Quelle: Flickr

Aber was ist Bast eigentlich genau? Es handelt sich hierbei um die Schicht beim Baum oder anderen verholzten Pflanzen, die sich unter der Borke befindet. Bast ist ein lebendes Gewebe, das Nährstoffe, die in Wasser aufgelöst wurden, durch die Pflanze leitet. Bast hat eine wirklich lange Tradition. Denn schon in der Mittelsteinzeit, also vor über 10000 Jahren, wurde aus diesem Naturprodukt Textilien, aber auch Körbe, Seile und andere Geflechte hergestellt. Was gut ist, bewährt sich also über einen langen Zeitraum und so nutzen auch wir heutzutage dieses wunderbare Produkt.

Eine solche Bast-Tasche ist übrigens wirklich ein universeller Begleiter. Sie bietet viel Stauraum, hat auch neben dem großen Hauptfach oft noch einige kleine Fächer, in denen man wunderbar sein Handy oder auch ein Portemonnaie oder den Schlüssel verstauen kann. Aus diesem Grund ist die Tasche aus Bast besonders gut für Einkäufe geeignet, aber auch ein gemütlicher Strandbesuch oder ein Picknick werden damit zur Freude. Ein Badetuch, ein Buch oder der Mp3-Player, aber auch kleine Essenspakete finden darin wunderbar Platz. Aber auch kleine Täschchen aus Bast sind keine Seltenheit mehr. Auf Party kann man damit perfekt zum Eyecatcher werden. Und was noch wichtig ist: man kann diese Tasche mit gutem Gewissen bei sich tragen. Denn durch das organische Material ist Umweltfreundlichkeit garantiert.

April 12th, 2012

Der Sommer wird bunt und sehr extravagant!

Auch wenn die warmen Tage momentan nur so schleppend kommen und sich eigentlich nur mal hin und wieder die Sonne zeigt (wir haben ja noch April, also gibt es zum Glück keinen Grund unruhig zu werden), darf man auf den Modesommer gespannt sein. Auf Langeweile wir man jedenfalls unter keinen Umständen treffen. Vielmehr zeigt sich der Sommer bunt, sehr bunt sogar! Wer im Trend liegen will sollte sowohl T-Shirts als auch Hosen mit farbenfrohen Mustern tragen. Ausgefallene T-Shirt-Prints werden an der Tagesordnung sein und zum Hingucker wird man so allemal. Die Muster sind teilweise von der Natur inspiriert und zeigen fliegende Vögel oder Palmenwedel, aber es gibt auch andere außergewöhnliche Drucke, die doch ein wenig an Tapete aus den 60ern erinnern. Wer es mag, soll es tragen, ich bin gerade noch etwas skeptisch bei einigen Modellen, aber seht selbst:





Fotos via vogue.de

April 2nd, 2012

Das Leben in einer modernen Familie

Im Laufe der Zeit veränderte sich das, was hinter dem Begriff der Familie steht, doch gewaltig. Einst stand Familie für den Mann mit samt seinem Besitz, wie Ehefrau, Sklaven, Kinder, Vieh und so weiter. So etwa ab der Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts bildete sich dann die bürgerliche Kleinfamilie heraus und war das A und O in der Gesellschaft. Erst seit dem späten 20. Jahrhundert gibt es vermehrt viele verschiedene Zusammenkünfte, die den Familienbegriff auflockerten, wie gleichgeschlechtliche Partnerschaften, kinderlose Ehen, Wohngemeinschaften und den Alleinerziehendenhaushalt. Die moderne Familie war geboren.

Quelle: Flickr

Genau um diese moderne Familie geht es in der US-Serie Modern Family, die seit 2009 über den Bildschirm des Senders ABC flimmert. Bisher konnte man diese Serie nur im Original gucken, doch heute ist der Tag der deutschen Erstausstrahlung. Aber nicht nur die Familien der Serie sind modern, auch das Filmgenre gibt es noch nicht ganz so lange. Es handelt sich um eine Mockumentary, also eine vorgetäuschte Dokuserie, bei der die Akteure in die absichtlich Kamera gucken, verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen und zu den Geschehnissen interviewt werden. Ziemlich gut gemacht und sehenswert!

Bei Modern Family gibt es drei Hauptfamilien, die untereinander in Verbindung stehen. Zum einen haben wie die klassische Familie Dunphy mit Familienoberhaupt Phil, dem coolen Daddy, Claire, der überfürsorglichen Mutter, und den Teenagern Haley und Alex und dem jüngsten Kind Luke. Zum anderen gibt es die Familie Pritchett-Tucker, die aus Clairs schulen Bruder Mitchell und seinem Partner Cameron sowie dem Adoptivkind Lily besteht. Zuletzt dreht es sich noch um Familie Delgado-Pritchett. Clairs und Michells geschiedener Vater Jay, verkörpert vom legendären Ed O’Neill, seiner viel jüngeren kolumbianischen Frau Gloria und ihrem Sohn Manny. Bei diesen Konstellationen kann man einiges erwarten. Wer die Serie noch nicht kennt, der sollte unbedingt jetzt damit anfangen sie zu gucken. Viel Witz und Humor machen sie zum reinsten Vergnügen.